Nicaragua – Das Land

Nicaragua ist ein kleines Land, das zwischen Costa Rica und Honduras in Mittelamerika liegt. Es hat etwas mehr als 5 Mio. Einwohner, von denen ein großer Teil in der Hauptstadt Managua lebt.

Nicaragua besteht größtenteils aus Bergland, bis 2.500m hoch, einigen noch tätigen Vulkanen und an der Ostküste ist ein ausgedehntes wenig erschlossenes Tiefland, bedeckt von Urwald. An der Ostküste, der Karibik Küste, gibt es traumhaft schöne weiße Sandstrände und einige Inseln.

Im Landesinneren gibt es zwei große Seen, der Nicaraguasee ist der größte See Mittelamerikas und hat 400 Inseln. Die Bevölkerung ist größtenteils römisch-katholischen Glaubens. An der Karibikküste gibt es noch viele negroide Menschen, aber die Mehrzahl der Bevölkerung sind Mestizen.

Nicaragua wird immer wieder von Hurrikans oder Erdbeben heimgesucht, was die Wirtschaft des Landes immer wieder schwer schädigt. Führender Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft (Baumwolle, Zuckerrohr, Bananen, Kaffee, Rinderzucht). Durch Raubbau sind wertvolle Holzbestände des Landes weitgehend erschöpft.

In den städtischen Zentren lebt die Mehrzahl der Bevölkerung von Gelegenheitsjobs und Straßenhandel. Dazu kommt die Niedriglohnarbeit in den wenigen Textilfabriken und im Dienstleistungssektor. Nicaragua ist eines der ärmsten Länder der Erde. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 70% der arbeitsfähigen Bevölkerung. Es besteht Schulpflicht.

Nach langen Jahrzehnten der Unterdrückung und Diktatur ist Nicaragua jetzt eine präsidiale Republik mit Mehrparteiensystem. Die Menschen lernen mit demokratischen Verhaltensweisen umzugehen. Die stärkste Partei ist die FSLN mit Daniel Ortega als Präsident. Dieser hatte 1979 mit Unterstützung der nic. Mittelschicht zum Sturz des Diktators Somozas beigetragen. Viele seiner Revolutionsziele hat er aber inzwischen verraten. Auch er bereichert sich und seine Familie am Volkseigentum und er ist ein enges Bündnis mit der kath. Kirche eingegangen.

Karte von Nicaragua